
Besser einkaufen – einfache Tipps

Jeder von uns kann jeden Tag ein bisschen die Welt retten. Dafür müssen Sie gar keine großen Anstrengungen in Kauf nehmen. Wir zeigen Ihnen mit zehn einfachen Tipps, wie Sie etwas Gutes für unsere Umwelt tun können.
Vorausschauend einkaufen
Schauen Sie vor dem Einkauf daheim nach, welche Lebens-mittel noch in ausreichender Menge vorhanden sind. Außerdem: Welche Lebensmittel sind nicht mehr lange haltbar? Verwenden Sie diese möglichst schnell, bevor sie schlecht werden. Beziehen Sie in Ihre Planungen mit ein, für wie viele Personen in den kommenden Tagen gekocht werden muss. Für die ganze Familie oder nur für einen Teil? Kommen Freunde?
Einkaufen nach Plan
Machen Sie sich einen Einkaufszettel und kaufen nicht das, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. So vermeiden Sie nicht nur, dass Sie etwas vergessen. Sie umgehen damit auch Fehleinkäufe und behalten den Überblick, um nicht zu viel einzukaufen.
Passende Mengen kaufen
Auch wenn viele Hersteller mit besonders günstigen Maxi-Packungen oder mit „Kauf zwei – bezahle eins“ locken, muss das nicht immer billiger sein, wenn dann ein Großteil auf dem Müll landet. Kaufen Sie nur so viel ein, wie Sie verwenden können. Oder frieren Sie einen Teil der Großpackung ein oder geben ihn an Verwandte oder Freunde weiter.
Haltbarkeit prüfen
Manche Produkte, die leicht verderblich sind, sind mit einem Verbrauchsdatum gekennzeichnet. Dieses sollte unbedingt eingehalten werden, da die Lebensmittel danach gesundheitsschädlich sein können. Die meisten Produkte tragen hingegen nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Bis zu diesem Datum übernimmt der Verkäufer Gewährleistung für die Qualität. Fast immer sind die Produkte aber deutlich länger genießbar. Machen Sie den Auge-Nase-Zunge-Check: Prüfen Sie abgelaufene Produkte genau auf untypischen Geruch, Schimmelbildung oder auch ungewöhnlichen Geschmack. Alles ohne Auffälligkeit? Dann gehören diese Produkte noch nicht in den Müll, sondern können verzehrt werden.
Vorräte richtig lagern
Wichtig: Halten Sie auch auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause die Kühlkette ein, zum Beispiel mit einer Kühltasche, und räumen Sie Ihre Lebensmittel daheim möglichst schnell ein. Lagern Sie Ihre Lebensmittel so, dass sie ihre Qualität möglichst lange bewahren. Äpfel, Kartoffeln und viele andere Gemüsesorten halten sich besonders lang, wenn man sie kühl und trocken lagert – zum Beispiel im Keller. Auch im Kühlschrank hat jedes Produkt einen eigenen Lagerplatz: Leicht Verderbliches unten, Milchprodukte gehören in den mittleren Teil, Käse und Speisereste nach oben, Obst und Gemüse in das Gemüsefach. Aber passen Sie auf: Zum Beispiel Zitrusfrüchte, Tomaten oder auch Bananen sind kälteempfindlich und gehören daher nicht in den Kühlschrank.
Fahrrad statt Auto, Körbe statt Plastik
Erledigen Sie den Einkauf möglichst mit dem Rad, dem Bus oder gehen Sie zu Fuß. Vor allem wenn Sie nur wenige Produkte einkaufen und nicht gerade Ihren Wocheneinkauf tätigen, können Sie locker auf das Auto verzichten. Bringen Sie Körbe, Kisten oder Baumwolltaschen mit, statt jedes Mal neue Plastiktüten zu kaufen.
Reste weiterverwerten
Die meisten Reste zubereiteter Mahlzeiten schmecken auch aufgewärmt am nächsten Tag noch gut. Oder verwenden Sie überschüssige Lebensmittel anderweitig. Reiben Sie altes Brot für Semmelbrösel oder machen Sie daraus Ofenschlupfer (Rezept Seite 17). Zu viel gekochte Pellkartoffeln ergeben schöne Bratkartoffeln. Zu viel Gemüse gekauft? Dann machen Sie doch mal eine Gemüsebrühe selbst und frieren diese ein. Viele Rezeptportale im Internet oder spezielle Kochbücher geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Reste verwenden können. Oder lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und kochen einfach mal „freestyle“.
Denken Sie saisonal und regional
Kaufen Sie saisonale Freilandware aus der Region. Wenn Sie Produkte der Saison kaufen und solche, die in Ihrer Region hergestellt wurden, vermeiden Sie sinnlos lange Transportwege und unnötige Emissionen. Auch mit der Vermeidung von Produkten aus beheizten Treibhäusern sorgen Sie dafür, dass wertvolle Energie gespart wird. Saisonkalender geben Ihnen eine guten Überblick, welche Gemüse- und Obstsorten wann reif sind.
Kaufen Sie Bio
Sie pfeifen auf optische Qualitätsstandards und finden herzförmige Kartoffeln schön? Dann unterstützen Sie Bio-Bauern, die diese nicht wegwerfen. Außerdem haben Untersuchungen ergeben, dass Betriebe, die ökologisch wirtschaften, pro Fläche weniger Energie benötigen und weniger Treibhausgasemissionen freisetzen als konventionell arbeitende Produzenten. Da Bio-Bauern keinen mineralischen Stickstoff-dünger verwenden, gelangt weniger Lachgas in die Umwelt. Achten Sie aber darauf, dass die Bioprodukte keine langen Transportwege aus dem Ausland hinter sich haben – sonst wäre die positive Klimabilanz wieder dahin.
Frischkost statt Tiefkühl
Frische und unverarbeitete Lebensmittel sind wesentlich klimafreundlicher als Tiefkühlware. Bei diesen wird nicht nur bei der Verarbeitung, sondern auch bei der Kühlung viel Energie benötigt!
