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18.05.2012
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Vegetarisch Fit 3/12
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Süßes Wundermittel aus der Natur - Honig

Noch häufiger als wegen seines Geschmacks wird Honig wegen seiner Heilkraft genossen. Dass er gegen Erkältungen hilft, ist allgemein bekannt, er kann jedoch noch viel mehr! Er stärkt das Immunsystem und bekämpft sogar Viren und Bakterien. Aber auch als Schönheitsmittel findet Honig gerne Verwendung, wie beispielweise zur Pflege von Haut und Haaren.

Honig ist ein wahrer Nährstoffcocktail, der den Körper mit Energie versorgt und lebenswichtige Stoff-wechselprozesse unterstützt. Neben schnell verwertbarem Trauben- und Fruchtzucker enthält Honig mehr als 100 Wirkstoffe, die für den Körper unentbehrlich sind, darunter Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, organische Säuren sowie wertvolle Enzyme und Eiweiße. Diese Art seiner Zusammen-setzung macht den Honig so wertvoll für den Menschen. Das ganze Produkt ist eben entschieden mehr als die Summe seiner Teile.

Innerlich angewendet stärkt Honig das Immunsystem und wirkt Entzündungen entgegen. Besonders wirksam ist er bei Infektionen der Atemwege. Daher ist Honig mit Tee oder Milch ein bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen.

Säuren und Enzyme im Honig regen außerdem die Verdauung und den Appetit an. Bei Appetitlosigkeit oder Verdauungsstörungen ist das goldene Elexier deswegen ebenfalls hilfreich. Auch die Leber kommt in Gang, wenn man Honig isst. Das Allgemeinbefinden verbessert sich stark.

Und doch wirkt nicht jeder Honig bei jeder Krankheit gleich. So sollte man Akazienhonig oder Fenchelhonig gegen Erkältung und Husten einnehmen, bei Erschöpfung zu Bergblütenhonig greifen und bei Leberbeschwerden und Durchblutungsstörungen einen gemischten Blütenhonig bevorzugen. Gegen Schlafstörungen, Stress, Nervosität und Kopfschmerzen können Lavendel oder Melissenhonig helfen.

Apitherapie – mit Bienen heilen

Apitherapie ist eine der ältesten Heilmethoden, die auf jahrtausendealter Tradition und Erfahrung basiert. Sie leitet sich vom Namen der Honigbiene „Apis mellifera“ ab. Dieser Zweig der Naturheilkunde beschäftigt sich ausschließlich mit der Heilwirkung der Bienenprodukte. Ihre Behandlung ist sanft, trotzdem aber stark wirksam und gut verträglich.

Die Medizin der Biene hilft beispielsweise bei der Wundheilung manchmal besser als Antibiotika. Allerdings sollte dabei nicht irgendein Honig eingesetzt werden, sondern ein spezieller medizinischer Honig (Medihoney). Dieser stellt eine Mischung aus australischen und neuseeländischen Honigen aus den Trachten der Teebaumgewächse dar, die auch als „Manuka“-Honige bekannt sind.

Der Honig entzieht der Wunde Wasser und damit reduziert sich die Lebensgrundlage für einen Teil der darin enthaltenen Fremdkeime (Bakterien). Für einen Großteil des Heilungsprozesses sind die im Honig enthaltenen Flavonoide und Polyphenole verantwortlich. Abgestorbenes Gewebe wird schneller abgestoßen, so dass die Bildung von neuem Gewebe gefördert wird. Wunden heilen rasch und narbenfrei. Selbst chronische Wunden, die mit multi-resistenten Bakterien infiziert waren, gesunden binnen weniger Wochen. Hochkonzentrierte Dosen vom Manuka-Honig sollen auch bei Magenschmerzen helfen, die durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen werden. Das Bakterium gilt oft als Ursache von Magengeschwüren. Untersuchungen zeigen, dass hohe Honigdosen das Bakterien-wachstum großzügig eindämmen.

Die bitterste Medizin muss also nicht immer die beste sein: Auch die süße, natürliche Kraft des Honigs lässt Seele und Körper genesen. Es gilt jedoch: bei schwierigen Erkrankungen nur in Absprache mit dem Arzt anwenden.

 

Honig & Haut

Für trockene Haut

Honig-Quark-Maske

2 EL Blütenhonig leicht erwärmen, 1 EL Vollmilchquark unterrühren.

Die Creme auf die Haut auftragen. Etwa 30 Min. einwirken lassen. Abwaschen.

 

Für fettige Haut

Honig-Zitronen-Maske

1 EL Blütenhonig leicht erwärmen, 2 TL Zitronensaft und 1 TL naturbelassenen Vollmilchjoghurt

unterrühren. Creme auf die Haut auftragen. 10 Min. einwirken lassen. Abwaschen.

 

Für spröde Haut

Honig auf die betroffenen Hautpartien aufstreichen, z. B. Lippen oder Ellenbogen.

Die spröde Haut wird im Nu wieder weich, das liegt am hohen Zuckeranteil, der Feuchtigkeit in der Haut

bindet.

 

Honig & Sauna

Saunaaufguss

100 g Honig mit ca. 10 Tropfen Orangenöl, 15 Tropfen Grapefruitöl und 5 Tropfen Lavendelöl

verrühren und unter das lauwarme Sauna-Aufgusswasser mischen.

 

Feuchtigkeitspflege

Nach dem Saunagang mit Honig einreiben, einige Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem

Wasser abspülen.

 

Honig & Baden

Honig-Milch-Bad

1 l Milch unter 1 Tasse leicht erwärmten Blütenhonig rühren. Die Honigmilch dem Badewasser zufügen. Wer mag, kann noch 150 g Meersalz zugeben, das gibt eine besonders zarte Haut. Nach dem Baden die Haut sanft trocken tupfen.

 

Bei empfindlicher und geröteter Haut

Honig-Kamillen-Bad

1 Tasse Blütenhonig unter 1 l lauwarmen Kamillentee rühren. Die Lotion dem Badewasser beifügen.

 

Honig & Haare

Für trockenes + normales Haar

Honig-Eigelb-Haarpackung

1 EL Honig und 2 Eigelbe verrühren. Auf die gewaschenen Haare auftragen. Etwa

20 Min. einwirken lassen. Gut spülen. Mit Shampoo sorgfältig auswaschen.

 

Für trockenes + sprödes Haar

Honig-Olivenöl-Packung

2 EL Blütenhonig und 1 EL Olivenöl nativ extra glatt rühren. Emulsion auf die gewaschenen Haare auftragen. Mit einem Handtuch oder einer Plastikhaube abdecken. Etwa 20 Min. einwirken lassen. Gut spülen. Mit Shampoo sorgfältig auswaschen