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18.05.2012
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TOFU - Tradition aus Fernost


 

 

Tofu ist ein Sojaprodukt mit einer rund 2.000 Jahre alten Tradition. Chinesische Zen-Mönche entwickelten das Bohnenprodukt. Bis heute ist es in der Küche und Kultur Asiens tief verwurzelt. Vor etwa 100 Jahren kam der Tofu dann auch nach Europa. Inzwischen gibt es eine Fülle an verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen in den Regalen der Märkte.

 

Gepresster Sojaquark

Als Grundlage für die Herstellung von Tofu dienen Sojabohnen. Sie werden gepresst, püriert, erhitzt und die entstandene Sojamilch wird anschließend mit Gerinnungs-mitteln versetzt, wodurch die Flüssigkeit ausflockt. Anschließend erfolgt das Abfiltern der flüssigen Molke. Als Endprodukt bleibt dann eine quarkähnliche Masse übrig, die in speziellen Kästen gepresst wird. Je nach Gerinnungsmittel und Flüssigkeitsgehalt entsteht daraus dann weicher, leicht feuchter und geleeartiger Seidentofu oder fester, trockener und fein- bis grobporiger Tofuwie etwa Schwammtofu.

 

Heldenhafte Varianten

Das Grundprodukt aus der Tofurei ist der ungewürzte Naturtofu. Wegen seines neutralen Geschmacks ist es ratsam den Tofu vor der Weiterverarbeitung zu marinieren. Dafür eignen sich würzige Tomaten-saucen, Chili- und Sojasaucen oder selbst gemachte Marinaden aus Olivenöl, Salz, Pfeffer sowie Gewürzen und Kräutern wie Basilikum, Bärlauch, frischer Ingwer oder Koriander. Oder aber, man greift gleich zu den bereits gewürzten, fertigen Tofusorten aus dem Regal. Um sie herzustellen, werden der Sojamasse vor dem Pressen Zutaten wie Gemüsewürfel, getrocknete Tomaten, Gewürze, Kräuter, Oliven oder Nüsse beigemischt. Die fertigen Kompositionen schmecken pur aufs Brot, im Salat oder gebraten. Eine besonders würzige Variante ist der Räuchertofu. Er bekommt sein deftiges Aroma durch Räuchern über Wacholderholz. Schnittfester Tofu lässt sich in Scheiben, Streifen oder Würfel schneiden. Fein zerkleinert eignet er sich zur Zubereitung von Bratlingen. Für Suppen und Desserts eignet sich der cremige Seidentofu. BeimEinkauf am besten zu Bio-Produkten greifen, denn diese sind garantiert aus gentechnikfreien Sojabohnen hergestellt.

 

Starke Bohne

Der weiße Bohnenquark kann mit einer hohen Nährstoff-dichte auftrumpfen. Die Sojabohnen liefern immerhin mehr Eiweiß als tierische Produkte wie Fleisch und Milch. Zudem stecken im Sojaprotein alle acht essenziellen Aminosäuren. Neben dem wichtigen Eiweiß liefern die Sojabohnen viele cholesterin-senkende Substanzen – gut also für ein gesundes Herz und die Gefäße. Spitzenreiter im Bereich der Mikronährstoffe sind Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Der kleine weiße Block ist eine beliebte Küchenzutat, denn er ist fettarm und zählt wenige Kalorien.

 

Im Küchenalltag

Wem das Tofustück zu groß ist, kann Teile davon problemlos nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Dabei sollte der Tofu jedoch mit kaltem Wasser bedeckt und luftdicht in einem Gefäß verherschlossen sein. Das Wasser alle zwei Tage erneuern, dann hält sich der Bohnenquark etwa eine Woche. Vakuumverpackter oder selbst nur luftdicht (ohne Wasser) verpackter Tofu kann mehrere Wochen eingefroren werden. Bei der Zubereitung ist es ratsam, sowohl Tofu als auch andere Produkte aus Sojabohnen nie mit Milchprodukten zu kombinieren, denn das schmeckt nicht!

 

Zum Ausprobieren

Panierter Gemüsetofu mit Tomatensalat: Gemüsetofu in mundgerechte Stücke schneiden und auf allen Seiten mit Salz und Paprikapulver würzen. Kurz ziehen lassen. Inzwischen einen Salat aus Zwiebeln,Tomaten und Basilikum bereiten. Für die Vinaigrette Zitronensaft mit Honig, Salz und Pfeffer verrühren, Olivenöl unterschlagen. Eier in einem tiefen Teller aufschlagen und gut verquirlen (für 2 Personen 200 g Tofu und zwei Eier verwenden). Tofustücke erst in wenig Mehl, dann in den Eiern und zum Schluss in Sesamsamen wälzen. Panierte Würfel in reichlich heißem Öl in ein paar Minuten goldbraun braten. Die Vinaigrette unter den Salat rühren und den panierten Gemüsetofu noch warm dazu genießen.